S1Die schweren Unwetter vom 16.07.2010 brachten einen regelrechten Einsatzstress für die Kameraden der FF Grafenwörth mit sich. Um 21:16 Uhr wurden die Feuerwehren Grafenwörth und Jettsdorf zu einem „Schweren Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person“ an der Kreuzung des GH Riedrich im Gewerbepark alarmiert.

Aus noch ungeklärter Ursache stießen dort zwei Fahrzeuge seitlich ineinander. Während des eine mit einem nur leicht verletzten Lenker aus dem Bezirk Krems am Straßenrand zum stehen kam, wurde das zweite Fahrzeug auf dem Parkplatz des GH Riedrich geschleudert, wo es wie durch ein Wunder weder Passanten noch dort abgestellte Fahrzeuge streifte. Die beiden Insassen aus dem Bezirk Tulln wurden mit Verletzungen unbestimmten Grades im Fahrzeug eingeklemmt. Nach rekordverdächtigen 32 Sekunden ab der Alarmierung meldete Rüstlösch Grafenwörth bereits die Ausrückung, fanden doch gerade im Feuerwehrhaus eine Sitzung des Jagdausschusses und ein Filmabend mit zahlreichen Feuerwehrmitgliedern statt…

Vor Ort wurde die Unfallstelle abgesichert, ausgeleuchtet und sogleich eine Plane über das Fahrzeug gespannt um Verletzte und Sanitäter von den sintflutartigen Regenfällen abzuschirmen. Mittels hydraulischen Rettungsgerät wurde dann eine Zugangsöffnung an der Fahrerseite geschaffen durch die beide Verletzte erfolgreich gerettet werden konnten. An dieser Stelle sei ein großes Lob an die Gäste und Betreiber des GH Riedrich ausgesprochen, welche schnell und korrekt gehandelt haben und außerdem aktiv Erste Hilfe leisteten! Auch möchten wir uns für die Getränkespende während des Einsatzes sehr herzlich bei der Fam. Riedrich bedanken!

Noch während der laufenden Arbeiten an der Einsatzstelle musste die Reserve im Feuerwehrhaus zu einem weiteren Notruf ausrücken: Am Mühlkampweg drohte durch die Regenfälle wieder einmal ein Pelletsbunker geflutet zu werden. Eine Mannschaft mit Last Grafenwörth und einigen Tauchpumpen konnte jedoch auch hier erfolgreich helfen.

Von diesen beiden Einsätzen noch nicht einmal eingerückt hörten wir um 22:45 Uhr bereits zum 2. Mal in dieser Nacht die Sirenen des Unterabschnitts heulen – „Dachstuhlbrand in Seebarn“ lautete die Alarmierung. In Windeseile wurde das Rüstlöschfahrzeug zum Abmarsch fertig gemacht und direkt vom Verkehrsunfall zum Dachstuhlbrand abgezogen. Vor Ort wurden wir von der bereits im Einsatz befindlichen FF Seebarn schon erwartet und eingewiesen, dass es sich zum Glück nur um einen Fehlalarm handelte – die genaue Ursache ist noch ungeklärt.

Zurück im Feuerwehrhaus wurden dann noch die Unfallfahrzeuge gesichert abgestellt, das Rüstlöschfahrzeug wieder einsatzbereit gemacht und eine Nachbesprechung dieses doch recht stressigen Abends durchgeführt.


Eingesetzt beim Verkehrsunfall:
FF Grafenwörth: RLFA2000, KDOF, KF10, 20 Mitglieder
FF Jettsdorf: KRF-B, LF, 15 Mitglieder
Polizei Grafenwörth
RK Krems und Tulln mit NAW und RTW (mit dabei: FM Martin Überraker, welcher auch freiwillig Dienst beim RK leistet)

Eingesetzt bei den Auspumparbeiten:
FF Grafenwörth: VF mit Containersystem: 3 Mitglieder

Eingesetzt beim Dachstuhlbrand:
FF Grafenwörth: RLFA2000, 9 Mitglieder
FF Seebarn: KLF (neu), KLF (alt)
FF Jettsdorf: KRF-B, LF
FF Wagram: KLF
FF Feuersbrunn

Nähere Infos und weitere Fotos:

http://www.ff-grafenwoerth.at

http://www.ff-feuersbrunn.at

http://www.ff-jettsdorf.info

Foto & Text: Manfred Ploiner FF Grafenwörth




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