Anspruchsvolle Mähdrescherbergung für die FF GrafenwörthDer durch den hohen Grundwasserstand völlig durchnäßte Boden wurde in den Mittagsstunden des 29.09.2010 einem Mähdrescherfahrer aus dem Bezirk Krems auf den Feldern von Feuersbrunn zum Verhängnis. Bei der Fahrt am Feldweg rutscht das Fahrzeug mit dem Vorderteil rechts vom Weg ab und versank sofort ca.  2m tief im Schlamm. Nachdem erste Versuche, das Gefährt mittels Traktor nach vorne weg zu bergen scheiterten, veranlasste der Fahrzeugbesitzer eine Alarmierung der FF Grafenwörth zur Fahrzeugbergung.

Bereits wenige Minuten später rückten das Rüstlösch-, das Kran- und das Versorgungsfahrzeug (mit zusätzlichen Anschlagmitteln) zur Einsatzstelle aus. Doch vor Ort wurde schnell klar, dass hier alleine mit der 5to-Seilwinde des RLF wohl nicht das Auslangen gefunden wird. Als Erstmaßnahme wurde vom Raiffeisen Lagerhaus Wagram-Feuersbrunn Holz zum unterbauen des Mähdreschers organisiert um weiteres einsinken während der Bergung zu verhindern. Parallel dazu wurde ein Traktorfahrer samt Gefährt um seine Mithilfe ersucht, um einen Anschlagpunkt für eine Umlenkung zu gewinnen bzw in weiterer Folge die Seilwinde zu unterstützen.
Nachdem das RLF vorsichtig über einen ebenfalls schon aufgeweichten Feldweg hinter dem Mähdrescher in Stellung gebracht werden konnte wurde erneut versucht den Mähdrescher zu bergen, was sich aufgrund fehlender Anschlagpunkte für eine Bergung am Heck des Mähdreschers schwieriger als erwartet darstellte. Angesichts des enormen Gewichts der Erntemaschine und des schwammigen Bodens rund um die Einsatzstelle führte aber auch diese Aktion nicht zum gewünschten Erfolg.

Als nächstes sollte daher das immerhin 3to schwere Mähwerk des Erntefahrzeuges demontiert und weg gehoben werden, was aber aufgrund der schlechten Straßenverhältnisse nicht durch Kran Grafenwörth durchgeführt werden konnte. Daher wurde nun auch noch von der Gutsverwaltung Grafenegg ein Gelände-Teleskopstapler angefordert, um bei der Bergung zu helfen. Nach Demontage des Mähwerks wurde erneut versucht den Mähdrescher von hinten über eine Umlenkung zu bergen. Zur Sicherung des RLF gegen wegrutschen auf der aufgeweichten Straße wurde außerdem noch ein weiterer Traktor (ein Vorführgerät des Raiffeisen Lagerhaus, welches zufällig in der Nähe war) hinter das RLF als zusätzliche Sicherung gespannt. Nach den intensiven Vorbereitungsarbeiten konnte die Erntemaschine dann nach fast 4 Stunden Arbeit vollständig unversehrt aus ihrer misslichen Lage befreit werden und ihre Fahrt fortsetzen.

Nach Erreichen eines befestigten Weges wurde dann noch auf Bitte des Fahrzeuglenkers der Mähdrescher vom gröbsten Schmutz mittels Hochdruckschnellangriffseinrichtung des RLF befreit, ehe die Feuerwehrleute nach mehr als 4 Stunden erschöpfender Millimeterarbeit wieder einrücken konnten.
Ein besonderer Dank gilt den engagierten Helfern von der Gutsverwaltung Grafenegg und den Raiffeisen Lagerhaus Wagram-Feuersbrunn, ohne die dieser Einsatz wohl nicht so rasch durchgeführt hätte werden können!

Eingesetzt:
FF Grafenwörth – RLFA2000, KF10, VF
Gutsverwaltung Grafenegg – 1 Traktor, 1 Teleskopstapler
Lagerhaus Wagram – 1 Traktor

Foto & Text: Manfred Ploiner FF Grafenwörth



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